Kolumne

Außergewöhnliche Sportarten

Ist es Euch auch schon mal passiert, dass Ihr Euch im Fitnesstempel wie ein Alien gefühlt habt? Alle stehen total auf Sportarten wie Zumba, Pilates, Yoga und Problemzonen-Kurse und ziehen das perfekt gestylt und im schicken Outfit durch. Ich währenddessen: Fußballtrikot meines Lieblingsvereins, vom Wind zerstörte Frisur und blaue Flecken. Finde ich das schlimm?

Nein! Warum nicht? Weil man auch mal außergewöhnliche Sportarten probieren sollte, die kein Klischee in Richtung Fitness und Frauen erfüllen. Zum Beispiel dieses gängige Bild: Typischer Frauensport in Kursraum des Fitness-Studios, mit Headset-bestückter Trainerin und passender Latino-Musik.

SCHNARCH! Mädels, da draußen wartet noch so viel mehr und anderes auf Euch! Sportarten, bei denen es auch mal robuster zugeht, keiner sich für deine Klamotten interessiert und die so richtig Spaß machen. Und da jetzt wieder die Zeit ist, in der gute Vorsätze von Silvester umgesetzt werden wollen, wäre es doch passend, ein paar neue Sportarten auszuprobieren, um die Fitness zu verbessern.

Robuste Sportarten – andere Spieler zu Fall bringen?

Ja, bitte! Roller Derby ist so eine außergewöhnliche Sportart. Zwar ein Sport, der fast ausschließlich von Frauenmannschaften betrieben wird, der aber mal so gar nichts mit dem gemeinsam hat, was dem Klischee vom typischen Sport für Frauen entspricht.

Stichwort Vollkontaktsport! Während man auf Rollschuhen eine ringförmige Bahn entlangfährt und sich dabei gegenseitig zu überholen versucht, darf geblockt, gerempelt und getrickst werden. Ist kein Sport für Mimosen, aber bestimmt super zum legalen Aggressionsabbau.

Genau wie American Football – da kommen ja die meisten gedanklich nicht über niedliche Cheerleader in kurzen Röckchen hinaus, wenn sie an weibliche Beteiligung in diesem Sport denken. Wenn Ihr keine Lust habt, die glitzernde Belustigung am Spielfeldrand zu sein, dann probiert es doch mal als Spielerin!

In den Frauenmannschaften der Footballvereine könnt Ihr Euch beim Tacklen und Blocken im Kampf um den Ball richtig austoben.

Noch nicht hart genug?

Die große Schwester von American Football ist Rugby. Vor allem in Großbritannien beliebt, kommt der Sport auch hier an. Wie Ihr Euch schon denken könnt, spielen nur wenige Frauen Rugby – warum eigentlich? Das Spiel hat einen brutalen Ruf, ist aber eigentlich hauptsächlich anstrengend. Wenn sich die Spielerinnen zum „Scrum“, dem Gedränge bei einer Standard-Situation, verkeilen, sind Körperspannung und Kraft gefragt.

Außerdem Schnelligkeit bei Sprints über das Feld. Halten, wegschieben, Zweikämpfe – trotzdem ist der Sport fair, denn es gibt wie beim Football Regeln für das Tackeln. Und es ist was für jede, denn es gibt verschiedene Typen von Spielerinnen: Starke, schnelle, schmale und kräftige. Hier gibt es allerdings keine Schutzausrüstung wie beim Football – blaue Flecken und Schrammen sollten Euch nicht abschrecken!

Annie, Diane, Elizabeth und Jackie heizen Dir richtig ein. Und damit meine ich nicht ein paar heiße Models oder so. Die eben erwähnten Mädels sind keine realen Personen, sondern Workouts beim Crossfit. Und beim Crossfit gilt: Workouts mit Frauennamen sind besonders brutal. Crossfit ist ein knallhartes Krafttraining, das aber auch Koordination, Schnellkraft und Flexibilität verbessert.

Das Krafttraining wird nicht an Geräten und allein absolviert, sondern mit eigenem Körpergewicht (und freien Gewichten) in der Gruppe – macht gleich mehr Spaß, oder? Trainiert wird in „Boxen“. So nennen sich die Trainingseinrichtungen oder Studios, die Crossfit anbieten.

Wurftechniken oder Spaß mit Ball im Grünen?

Was nach einem stressigen Tag auch richtig gut für strapazierte Nerven ist, ist Kampfsport. Da gibt es für interessierte Mädels nämlich weit mehr als Tae Bo und Selbstverteidigung für Anfänger. Wovon vermutlich die meisten sogar noch nie gehört haben, ist die Sportart Luta Livre.

Klingt wie ein trendiger Cocktail, ist aber eine Kampfsportart, bei der man sich mit Hebeltechniken auf Gelenke und Würgetechniken (ja, das steht hier tatsächlich) verteidigt. Ideales Ventil zum Aggressionsabbau mit Spaßgarantie – jemanden buchstäblich auf die Matte zu schicken, hört sich doch sehr befriedigend an.

Oder geht Ihr gerne mal ein bisschen bolzen? Frauen, die Fußball spielen, sind längst nicht mehr ungewöhnlich. Fußballgolf ist als Sport dagegen schon seltener, vor allem was weibliche Spieler angeht. Hier müsst Ihr keine super Kondition mitbringen oder die eingesprungene Blutgrätsche perfekt beherrschen.

Man muss quasi einen überdimensionierten Minigolf-Parcours durchspielen – allerdings ohne Schläger und mit einem Fußball, mit Hindernissen in entsprechender Größe.

Also Mädels, haut alles raus oder auch drauf, ganz wie Ihr wollt.

Bildnachweis:
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Fitnessstudio? Schnarch! Mädels, da wartet noch viel mehr auf Euch.

Autorin
Elena
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