Dating & Partnerschaft

Dating App Hater

„Sie ist ja sonst ganz toll, aber sie hört zu Hause Helene Fischer! Nüchtern!!!“ Als ein Kumpel mir das neulich über ein Mädel erzählte, das er vor einiger Zeit kennengelernt hatte, konnte ich ihm nur zustimmen: Das geht einfach nicht. Egal, wie super sie sonst ist, wenn man sich bei ihr zu Hause die gute Helene anhören muss, hört der Spaß auf. Ich stellte mir vor, was wohl passieren würde, wenn eine Frau, vielleicht neue Liebe, halb ausgezogen plötzlich Schlager anmacht. „Atemlos durch die Nacht“ würde da zur Realität, weil ich nämlich so schnell wie möglich losrennen würde. Schreiend.

Tja. Vier Wochen in die potentielle Beziehung investiert, leider für die Katz. Aber, liebe Noch-Singles: Das lässt sich in Zukunft vermeiden! Es gibt eine neue Dating App, die sehr schlau Matches erstellt, nämlich nach Dingen, die man gemeinsam hasst. Die App ist noch jung, es gibt aber schon eine Auswahl von rund 2000 Themen – das deckt eine Menge dessen ab, was man ätzend finden kann. Radwegparker, Langsamlatscher, Apple-Fetischisten, Zumba-Tussis – da fällt mir spontan eine Menge ein.

Ein Banker auf App-Wegen

Erfunden hat die App für kreatives Online-Dating Brendan Alper, ein ehemaliger Banker, der seinen sehr prestigeträchtigen Job aufgegeben hat, um Comedian zu werden. Die Idee war eigentlich nur ein Witz in seinem Programm – und dann überlegte sich Brendan, eine App daraus zu machen.

 


Genau wie bei Tinder kann man das machen, was man im echten Leben auch manchmal gerne täte: Dinge einfach wegwischen, wenn sie nerven. Runter: Ich hasse es! Rauf: Find ich voll super! Links: Nee, eher nicht und Rechts: Ja, ganz okay. So wischt man erst mal eine Weile durch verschiedene Dinge und Themen, die man bewertet. Dann sucht man sich die schlimmsten 5 Dinge aus. Also das, was einen am schnellsten auf die Palme treibt. Und danach werden dem Nutzer dann wie in anderen Dating Apps auch Matches vorgeschlagen. Links wischen bedeutet nein, rechts wischen ja.

Keinen Hass oder Hetze, bitte!

Die Themen sind zwar teilweise wirklich überraschend – wie etwa String-Tangas oder Stripper – strikt ausgeschlossen sind allerdings sämtliche Themen wie ethnische oder sozialökonomische Personengruppen. Die User können außerdem selbst keine Themen zur Wahl stellen, sondern nur das App-Team selbst. Damit soll verhindert werden, dass sich Hasskommentare oder Hetze verbreiten.

Bisher können nur Menschen mit iPhone Dates nach dem vorselektieren, was man furchtbar findet. (Zum Beispiel das Thema „Apple Nerds“. Schon lustig: Auf dem Apple-Gerät andere Apple-User hassen.) Bald soll es die App aber auch für Android geben. Sehr beliebt ist „Hater“ übrigens in Deutschland. Wer von euch also nicht riskieren will, sich im Bett furchtbare Musik anhören zu müssen oder herauszufinden, dass ER oder SIE die Partei wählt, gegen die DU letzte Woche noch demonstriert hast – lasst die App wissen, was euch einfach total nervt!

 

Bildnachweis:
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dinge einfach wegwischen, wenn sie nerven

Autor
Hannes
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