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Gesundheit

Vaginale Trockenheit - woher kommt sie und was hilft dagegen?

02.05.2017
Wichtig, aber trotzdem Tabuthema

Die Scheidenflora ist im Körper der Frau ein sehr wichtiges System, das viele Funktionen erfüllt. Die Schleimhäute der Vagina schützen vor Infektionen und sorgen für Gleitfähigkeit beim Sex. Sie haben ein saures Milieu, das mit Milchsäure-Bakterien besiedelt ist. Wenn dieses Milieu nicht mehr im Gleichgewicht ist, wird es unangenehm – Trockenheit, Reizungen, Brennen und Jucken. Das ist immer noch ein Tabuthema, über das ungern gesprochen wird. Auch deshalb wollen wir euch in diesem Beitrag über vaginale Trockenheit aufklären!

Unangenehme Folgen

Trockenheit im Intimbereich stört vor allem beim Liebesakt. Zu wenig Gleitfähigkeit, Brennen oder sogar deutliche Schmerzen sind Probleme, die der Lust schnell ein Ende bereiten. Außerdem haben Infekte es leichter, weil der natürliche Schutz gegen schädliche Bakterien nicht mehr gegeben ist. Harnwegsentzündungen oder Hefepilze kommen dann oft vor.
Woher kommt vaginale Trockenheit?

Das kann viele Ursachen haben. Stress und emotionale Belastungen können ein Grund sein. Frauen in den Wechseljahren, Schwangere oder stillende Frauen haben hormonelle Schwankungen, die die Schleimhäute dünner machen und das saure Milieu in der Scheide durcheinanderbringen. Auch die Pille – so praktisch sie in mancher Hinsicht ist – kann vaginale Trockenheit verstärken oder auslösen, denn sie greift ebenfalls in den Hormonhaushalt ein.

Intimpflege – weniger ist mehr

Nicht immer sind die Hormone schuld: Viele Frauen pflegen sich falsch, weil sie sich zu viel und/oder mit zu aggressiven Seifen waschen. Parfümierte Intimsprays und Waschlotionen mit falschem pH-Wert sind nicht gut für die Scheidenflora, sondern verstärken die Trockenheit noch, weil sie den Säureschutzmantel der Haut zerstören.

Was kann frau gegen Scheidentrockenheit tun?

Ihr könnt darauf achten, euch richtig zu pflegen und nicht die oben beschriebenen Fehler bei der Intimhygiene zu machen. Seifen und Duschgels mit pH-Wert 4-5 sind ideal. Wer mit der Pille verhütet, kann über einen Wechsel der Sorte oder des Verhütungsmittels nachdenken.

Was ihr außerdem tun könnt, ist, die Elastizität der Haut im Intimbereich zu unterstützen und weiteren Irritationen vorzubeugen. Zum Beispiel, indem ihr Gleitgel benutzt. Das verhindert, dass die ohnehin schon gereizte Schleimhaut noch mehr beansprucht wird. Und es sorgt für mehr Spaß bei der Liebe! Unser BIO Gleitgel, GEL+ und das HYDRO Sensitiv Gel sind ideal bei Scheidentrockenheit, denn sie enthalten keine Konservierungsstoffe, Farb- oder Duftstoffe und pflegen die empfindliche Schleimhaut. Die Gleitgele sind wasserbasiert und vertragen sich ganz hervorragend mit Kondomen, so dass ihr euch unbesorgt ins Liebesvergnügen stürzen könnt.

 

Bildnachweis:
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Woher kommt sie und was hilft?

Autor
Robert Richter
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