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Dirty Talk

28.07.2017

Mit Dirty Talk ist es wie mit Tequila. Die richtige Dosis ist grandios, zu viel sorgt dafür, dass einem so richtig anders wird. „So, du geile Schnecke, dein Hengst besorgt es dir jetzt mal so richtig!!“ Im Ernst – diesen Satz habe ich schon mal von jemandem gehört.

Erst mal habe ich überlegt, ob das gerade ernsthaft passiert war. Nach einem Blick in seine erwartungsvollen Augen wurde mir dann aber klar, dass das gerade sein völliger Ernst war. Fehlte ja nur noch „Mäuschen“! So geht Dirty Talk bei mir zumindest schon mal gar nicht. Hat er dann auch gemerkt, nachdem ich nach ein paar Schocksekunden so derbe gelacht habe, dass ich danach Muskelkater hatte.

Guter Dirty Talk lohnt sich

Das geht aber besser! Und guten Dirty Talk zu machen, lohnt sich. Denn das ist nicht nur ein nettes Gimmick im Bett oder eine Modeerscheinung wie BDSM (das muss ja seit 50 Shades wirklich jeder ausprobieren und dann seiner Umwelt damit auf den Geist gehen), sondern kann euer Sexleben so richtig bereichern. Warum? Weil man beim Dirty Talk sagt, was man gerne vom anderen hätte. Und das kann Missverständnisse aus dem Weg räumen und zu wirklich gutem Sex führen!

Von einem Dirty Level ins nächste

Wie so oft kommt es auch hier auf das richtige Level an. Habt ihr noch es noch nie mit Dirty Talk probiert und seid darin Anfänger, müsst ihr erst mal herausfinden, was für euch das richtige Level ist. Wenn einer von euch sich unwohl fühlt, bringt es nichts. Tastet euch langsam heran. Einen guten Anfang machen da die beliebten Sex-Wörter Oh und Ja. Im richtigen Moment und mit steigender Intensität eingesetzt, kann das schon anheizen.
Von da arbeitet ihr euch weiter heran. Zum Beispiel, indem ihr das Geschehen auf der Matratze (oder wo ihr euch sonst so vergnügt) kommentiert. Natürlich nicht so wie beim Sport – „Uhhh, gewagte Aktion“! Sagt deutlich, was euch gefällt. Dabei müsst ihr nicht immer dem Knigge folgen und könnt ruhig mal ein bisschen derber ausdrücken, was euch gerade Spaß macht.

Keine falsche Höflichkeit, bitte!

Auch wenn man sonst im Leben ja eher freundlich um etwas bitten sollte, ist das hier nicht angebracht. Imperative dagegen helfen sehr dabei, die Stimmung anzuheizen. Keine Konjunktive! Also alles wie „würde“ „hätte“ „könntest du“. Sondern eher „ich will“, „mach!“, „ich habe Lust auf“ und „du hast“ (einen geilen Arsch zum Beispiel). Übrigens ist Dirty Talk nicht nur auf das Schlafzimmer beschränkt. Ihr könnt auch damit überraschen, zum Beispiel wenn ihr beim Kochen mal ganz plötzlich laut aussprecht, dass ihr gerade Lust auf eine heiße Nummer hättet. Vielleicht auch direkt in der Küche.

Wenn ihr euch dann langsam zu Fortgeschrittenen entwickelt habt und den Anfängerkurs verlassen dürft, dann könnt ihr noch eine Schüppe drauflegen. Und es so richtig dreckig werden lassen. Zum Beispiel mit detaillierten Ankündigungen, was ihr als nächstes so mit ihm oder ihr vorhabt. Wenn ihr mögt, kann das in das Aussprechen ganzer Sexphantasien übergehen. Vorstellungskraft und Phantasie sind nämlich immer noch in den Top 3, was guten Sex angeht.

 

Bildnachweis:
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603871476 © Courtney Keating/istock

 

 

Freundlich bitten ist hier nicht angebracht

Autor
Elena
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