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Gleitmittel - warum, wozu und wie?

03.07.2017

Es gibt ja zu fast jedem Thema Mythen und Vorurteile. Zum Beispiel, dass Gleitmittel nur etwas für Leute ist, die nicht feucht werden oder die es beim Sex nicht drauf haben (was sich ja manchmal gegenseitig bedingt). Aber auch in diesem Fall gilt: Nicht jedes Vorurteil ist wahr. Gleitgele können aus mehreren Gründen zum Einsatz kommen – und vieles nicht nur angenehmer, sondern auch abwechslungsreicher machen.

Wozu?

Gleitmittel kommt sehr häufig wegen fehlender Scheidenflüssigkeit zum Einsatz. Hormonelle Schwankungen, Stress oder die Pille können dafür sorgen, dass das Feuchtgebiet zur Trockenzone wird. Abgesehen davon gibt es natürlich auch Körperzonen, in denen immer Trockenheit herrscht. Gleitgele helfen euch dabei, trotzdem ohne Brennen oder Schmerzen genießen zu können. Aber es gibt auch noch weitere Gründe! Auch ohne Trockenheit finden viele ein bisschen Gleitgel beim Sex einfach angenehmer. Die extra Feuchtigkeit sorgt dafür, dass wenig Reibung entsteht und umso intensiver gefühlt wird. Außerdem macht es die Anwendung von Kondomen sicherer, denn wo es weniger Reibung gibt, da ist auch die Gefahr kleiner, dass ein Kondom reißt. Wenn es ein Solo sein soll und/ oder Toys involviert sind, macht es mit Gleitgel noch mehr Spaß (achtet darauf, Silikontoys nicht mit silikonbasiertem Gleitmittel zu verwenden, da sonst die Oberfläche der Toys porös werden kann und sich dadurch leichter Bakterien ansammeln).


Wo und wie?

Kann man beim Auftragen von Gleitgel etwas falsch machen? Ja, man kann! Was ihr auf gar keinen Fall tun solltet, ist, das Gleitgel zwischen Penis und Kondom aufzutragen. Dann flutscht es nämlich da gut, wo es nicht soll: Runter vom Penis. Und für bessere Gleitfähigkeit bringt es euch unter dem Kondom genau gar nichts. No-Go Nummer 2: Hausmittelchen. Babyöl, das in letzter Zeit so beliebte Kokosöl oder Vaseline – macht alles schön geschmeidig und rutschig, verträgt sich aber so überhaupt nicht mit Kondomen. Öle und Fette machen Latexkondome unsicher und porös, also durchlässig. Wie viel Gleitgel ihr verwendet, bleibt ganz euch überlassen. Tragt etwas auf die Fingerspitzen auf und verteilt es entweder direkt auf dem Penis, an/ in der Vagina oder wo auch immer das Gleitmittel zum Einsatz kommen soll. 

Welches?

Ebenso wie bei Kondomen gibt es bei Gleitmitteln eine große Auswahl. Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Gleitmitteln: Wasserbasiert, silikonbasiert und Hybrid – diese sind eine Mischung aus wasser- und silikonbasiert. Einige Gleitgele haben einen Wärmeeffekt oder Geschmack als Extra. Ihr solltet vor dem Kauf unbedingt darauf achten, ein qualitativ hochwertiges, als Medizinprodukt bezeichnetes Gleitgel zu wählen – denn NUR dann ist es für die innerkörperliche Anwendung geeignet! Gleitmittel ohne diese Klassifizierung können Stoffe enthalten, die eurer Gesundheit schaden und die Vaginalflora stören.

Besonders, wenn ihr sehr empfindlich seid oder allergisch reagiert, lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Unser HYDRO Sensitiv Gel oder das BIO Gleitgel sind frei von Konservierungsstoffen und Parabenen – deshalb auch für empfindliche Haut besonders gut verträglich. Dann gibt es noch Gleitgele, die ihr auch als Massagegel verwenden könnt. Unser GEL+ ist so ein 2in1 Gel. Es spendet viel Feuchtigkeit und eignet sich super für ein Vorspiel mit Massagen. Wenn ihr ein besonders langes Liebesspiel oder nicht (nur) vaginale Anwendung geplant habt, dann ist unser silikonbasiertes LongTime PLUS das Richtige für euch.

Wichtig zum Schluss: Nicht jedes Gleitmittel verträgt sich auch mit Kondomen! Lest euch vorher unbedingt die Packungsbeilage durch und checkt gründlich, ob das Gel mit Latex verträglich ist.

Gleitgele können aus mehreren Gründen zum Einsatz kommen

Autor
Elena
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