Partnerschaft

Über sexuelle Vorlieben sprechen – so klappt’s bestimmt

06. Juni 2024, von Natalie

Welche sexuellen Vorlieben machen Euch heiß? Kennt Ihr Eure Sexwünsche? Wenn Ihr wisst, ob Euch Anal- oder Oralsex gefällt oder vielleicht auch eine andere Handlung, dann solltet Ihr darüber sprechen. Sexuelle Interessen sind sehr individuell und jede Person steht auf andere Dinge. Und das ist auch gut so. Doch warum solltet Ihr über Eure Wünsche sprechen? Ganz einfach, um Euer Sexleben aufzupeppen. Wie genau Ihr Eure Vorlieben, Interessen und Wünsche kommuniziert, erklären wir Euch in diesem Artikel.

Warum fällt es zunehmend schwer, über sexuelle Vorlieben zu reden?

Seid Ihr zufrieden mit Eurem Sexleben? Solltet Ihr diese Frage nicht zu 100 % mit „Ja“ beantworten können, dann geht es Euch wie vielen anderen Menschen auch. Und obwohl diese Tatsache besteht, trauen sich sehr viele Menschen nicht, über ihre sexuellen Vorlieben zu sprechen. Die Angst, die Partnerin oder den Partner mit seinen Äußerungen zu verletzen, ist zu groß. Das Verdrängen der eigenen Wünsche und Vorlieben wird jedoch nicht auf Dauer funktionieren, denn irgendwann entsteht sexueller Frust.

Habt Ihr vielleicht keine Angst, Euren Schatz zu verletzen, sondern vielmehr davor, Ablehnung zu erfahren? Dann seid Ihr auch damit nicht allein. Die Bedenken, dass die Partnerin oder der Partner die sexuellen Vorlieben nicht teilt oder offen dafür sein kann, sind schwer zu überwinden.

Warum könnte es Euch schwerfallen, über Sexwünsche zu sprechen:

  • Angst vor Ablehnung und Verletzung: Die Angst, ausgelacht zu werden oder sogar Verurteilung zu erfahren, wiegt schwer. Angesichts dessen verbergen Menschen Ihre Fantasien und Ihre Lust.
  • Unsicherheit über die eigenen Bedürfnisse: Viele Menschen wissen nicht, was sie mögen. Wenn Ihr nicht wisst, was Euch gefällt, dann könnt Ihr auch nicht darüber sprechen.
  • Mangelnde Kommunikationsfähigkeit: Wenn Ihr nicht gelernt habt, offen über Sex zu reden, dann wird es Euch auch in diesem Zusammenhang schwerfallen, Eure Wünsche zu äußern.

Warum solltet Ihr überhaupt über sexuelle Vorlieben sprechen

Über die eigenen sexuellen Vorlieben zu sprechen ist immer recht schwer. Habt auch Ihr Hemmungen, es beim Namen zu nennen, was Euch erregt? Dann kommt Euch vielleicht der Gedanke, das Thema einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Da drängt sich die Frage auf, warum sollte man überhaupt über seine sexuellen Fantasien und Vorlieben reden.

In vielen Köpfen besteht die Vorstellung, dass guter Sex mit zwei Orgasmen endet und so beide Sexualpartner den Höhepunkt erleben. Doch ist das wirklich so? Leider ist es nachgewiesen, dass viele Frauen unter dem Phänomen Orgasmus Gap leiden. Was ist Orgasmus Gap? Hierbei handelt es sich um die Tatsache, dass Frauen beim Sex seltener zum Orgasmus kommen. Somit steckt der weibliche Part beim Sex meist zurück. Da man den eigenen Partner jedoch nicht verletzen will, täuschen sehr viele Frauen den Orgasmus vor. Somit scheint der Sex zwar nach außen hin gut gewesen zu sein, jedoch sieht die Realität anders aus.

Allein diese Tatsache spricht dafür, dass Ihr über Eure sexuellen Vorlieben sprechen solltet. Seid offen zueinander und kommuniziert ganz klar, was Euch gefällt und was Ihr Euch wünscht, wenn Ihr miteinander schlaft. Wir möchten an dieser Stelle noch anmerken, dass nicht der Höhepunkt darüber entscheidet, ob das Liebesspiel gut war. Sex kann auch ohne Orgasmus sehr befriedigend und unglaublich toll sein.

Wer kennt sich wirklich: Wisst Ihr, was Euch gefällt?

Damit Ihr Eure sexuellen Vorlieben äußern könnt, müsst Ihr natürlich wissen, worauf Ihr abfahrt. Was macht Euch so richtig heiß? Bevor Ihr also mit Eurem Schatz über diese Dinge sprecht, solltet Ihr erkunden, welche Hotspots Ihr habt. Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, wie Ihr das herausfinden könnt. Ganz einfach, beginnt damit Euren eigenen Körper zu erkunden. Gegen eine Solo-Nummer spricht also nichts. Manche Menschen stehen auch drauf, der oder dem Liebsten genau dabei zuzusehen.

Dabei habt Ihr mehr Möglichkeiten, als Eure eigene Hand zu nutzen. Es spricht nichts gegen Sexspielzeuge. Ihr könnt Vibratoren, Masturbatoren oder andere Toys nutzen. Wenn Euch ein Sextoy besonders gut gefällt, könnt Ihr diese auch in den Sex mit Eurer Partnerin oder dem Partner einfließen lassen.

Wie Ihr mit der Sprache herausrücken könnt - so teilt Ihr Eure sexuellen Vorlieben mit

Einfach raus mit der Sprache! Kann doch im Grunde nicht so schwer sein. Doch gerade bei der Äußerung Eurer sexuellen Wünsche solltet Ihr mehr Einfühlungsvermögen zeigen. Sex und Vorlieben bleiben innerhalb der Gesellschaft bisher ein sensibles Thema. Geht Ihr zu unbedarft vor, kann das bei der Partnerin oder dem Partner schnell auf Unverständnis stoßen. Nun wollen wir Euch allerdings keine Angst machen, sondern dafür sorgen, dass Ihr mit einem guten Gefühl über Eure sexuellen Vorlieben sprechen könnt. Um genau das zu tun, sind hier die besten Tipps für Euch.

  • Findet den passenden Moment: Wenn Ihr gerade einen stressigen Tag hattet oder Ihr Euch gerade um den Haushalt kümmert, dann solltet Ihr nicht unbedingt das Gespräch suchen. Bitte teilt Eure sexuellen Vorlieben nicht zwischen Tür und Angel mit. Sucht Euch einen entspannten Moment, vielleicht mit einem Glas Eures Lieblingsgetränks.
  • Vertrauen muss vorhanden sein: Es ist natürlich wichtig, seine sexuellen Vorlieben zu vermitteln. Jedoch solltet Ihr nicht jeder neuen Beziehungsperson sofort beim ersten Date erzählen, dass Ihr vielleicht auf Analsex, BDSM oder andere Vorlieben steht. Eure Partnerschaft sollte gefestigt sein.
  • Positive Dinge unterstreichen: Mit der Partnerin oder dem Partner über sexuelle Vorlieben zu sprechen, kann eine Herausforderung sein. Denn natürlich möchte man seinen Schatz nicht verletzen oder überfordern. Deswegen solltet Ihr darauf achten, dass Ihr die positiven Aspekte Eurer Wünsche hervorhebt. Wie das gehen soll, zeigt Euch unser Beispiel: „Ich liebe es, mit dir Sex zu haben, aber wenn wir xy mal ausprobieren könnten, wird es mit Sicherheit noch heißer.“ Ihr könntet Eure Partnerin oder Euren Partner auch einfach fragen, was sie oder er gerne im Bett ausprobieren möchte.

Wichtig ist es auch, dass Ihr nicht nur Eure Sexwünsche äußert, sondern auch die Eurer Partnerin oder Eures Partners annehmt. Sprecht miteinander und seid vor allem offen für andere Vorschläge. Akzeptiert aber auch ein Nein, falls es kommt. Manchmal kann es hilfreich sein, sich langsam an neue Vorlieben heranzutasten. Möchte der Mann beispielsweise gerne mit einem Strap-on verwöhnt werden und die Frau hat sich noch nie mit dem Po des Partners vertraut gemacht, könnt Ihr Euch mit Finger, Zunge oder kleineren Toys langsam herantasten. Nicht alles muss an einem Tag ausprobiert werden.

Positive Verstärkung – zeigt, was Euch gefällt

Eure Wünsche und sexuellen Vorlieben könnt Ihr auf unterschiedliche Weise kommunizieren. Natürlich kann ein Gespräch sehr hilfreich sein. Jedoch gibt es auch noch andere Möglichkeiten.

Seid Ihr mit Eurem Sexleben eigentlich recht zufrieden, wünscht Euch aber gelegentlich von der einen Berührung etwas mehr. Dann führt die Hand Eurer Partnerin oder Eures Partners doch genau dahin, wo Ihr sie haben wollt. Euer Werkzeug dabei ist die Körpersprache. Wie könnt Ihr Euch das nun genau vorstellen? Lass es uns Euch an einem weiteren Beispiel deutlicher erklären. Stellt Euch vor, Eure Sexpartnerin oder Euer Sexpartner überrascht Euch beim Blowjob mit einer sanften Hodenmassage. Wenn Euch das gefällt, könnt Ihr das mit einem sinnlichen Stöhnen Eurer Partnerin oder Eurem Partner vermitteln. So könnt Ihr vielleicht zusammen herausfinden, was Eurem Gegenüber gefällt. Alternativ könnt Ihr Eurem Schatz auch einfach zeigen, was Ihr wollt, indem Ihr Euch selbst berührt. Und weil wir gerade bei Eurer Intimität sind, denkt bitte bei allem Spaß an Euren Schutz und verwendet ein Kondom. Mit dem Ritex MIX erhaltet Ihr vier verschiedene Sorten in einer Packung. Probiert Euch damit aus und findet gemeinsam heraus, was Euch zusagt.

Manchen Paaren fällt es zudem leichter, im Anschluss über den Sex zu sprechen. Das muss nicht in den nächsten fünf Minuten passieren, sondern kann auch am Folgetag sein. Paare reden darüber, was sie beim letzten Akt besonders heiß gemacht hat oder was nicht ganz so schön war, was sie sich beim nächsten Mal wieder wünschen, usw. Vor allem, wenn Ihr neue Dinge ausprobiert, ist es sinnvoll, im Nachgang darüber zu sprechen. Vielleicht entwickeln sich auf dieser Reise auch ganz neue Vorlieben.

Bildnachweis: Canva Pro

Wir wünschen Euch heiße, sinnliche und neue Abenteuer mit Eurem Schatz.

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