Partnerschaft

Unterschied zwischen weiblicher Ejakulation und Squirting

05. Juni 2026, von Jenny

Wenn es während einer besonders starken sexuellen Erregung spritzig zwischen Euch wird, dann denken die meisten Paare sofort an das Squirting. Eine besonders intensive Reaktion, die sich so manch einer von Euch wirklich gerne wünscht.

Doch was wäre, wenn wir Euch nun mitteilen, dass Euer spritziges Vergnügen gar kein Squirting war, sondern eine weibliche Ejakulation? Vermutlich sind jetzt einige unter Euch verwirrt, da beide Begrifflichkeiten oftmals synonym verwendet werden. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen der weiblichen Ejakulation und Squirting. Und genau diesen bringen wir Euch näher. 

Was ist eine weibliche Ejakulation?

Beginnen wir unsere feuchtfröhliche Exkursion mit der Erklärung, was die weibliche Ejakulation ist. Es handelt sich hierbei um das stoßweise oder auch schwallartige Ausstoßen eines Sekrets, welches aus der Paraurethraldrüse stammt. Diese Drüse befindet sich nah an der Harnröhre. Die Flüssigkeit, die Du oder Deine Partnerin ausstößt, kann in der Konsistenz variieren. Häufig wird sie als leicht milchig und süßlich schmeckend empfunden, da sie geringe Mengen Fructose enthält. 

Zu einer weiblichen Ejakulation kann es kommen, wenn die Sexualpartnerin während des Sex stark stimuliert wird. Widmet Ihr Euch also der Klitoris besonders intensiv, kann es schnell spritzig werden. Auch beim Analsex ist es möglich, die Partnerin zum Abspritzen zu bringen. Wichtig ist zu erwähnen, nicht alle Frauen sind dazu in der Lage, die weibliche Ejakulation zu erleben. Sollte es also nicht funktionieren, dann macht Euch keine Sorgen. Mit Euch und Eurem Körper ist alles in Ordnung. 

Was genau ist Squirting?

Wer sich von Euch gerade die genaue Definition der weiblichen Ejakulation durchgelesen hat, der will nun sicherlich wissen, was Squirting per Definition ist. Überraschung, in der Literatur sind beide Erlebnisse teilweise gleich beschrieben. Laut Definition ist Squirting das unwillkürliche und schwallartige Ausstoßen einer meist klaren Flüssigkeit aus der Harnröhre. Zum Squirting kommt es, wenn der G-Punkt oder die Paraurethraldrüse besonders intensiv stimuliert werden. Bis heute ist die Zusammensetzung der Squirting-Flüssigkeit umstritten. Man geht jedoch davon aus, dass sie einen großen Anteil Wasser enthält. Außerdem ist Harnstoff, Natrium und Kreatin enthalten.

Wer seine Partnerin zum Squirten bringen möchte, muss jedoch geduldig sein. Denn auch hier gilt, nicht alle Frauen können sich so sehr fallen lassen, dass sie abspritzen.

Worin liegen die Unterschiede zwischen weiblicher Ejakulation und Squirting?

Nachdem Ihr die Definitionen der weiblichen Ejakulation und des Squirting gelesen habt, werdet Ihr Euch sicherlich fragen, wo da jetzt genau die Unterschiede sind. Es gibt tatsächliche Abweichungen, auch wenn diese nur minimal erscheinen. Stellen wir die beiden lustvollen Erlebnisse einmal gegenüber. 

Bei der weiblichen Ejakulation ist die Flüssigkeitsmenge, die ausgestoßen wird, meist gering. Die Wissenschaft geht von einer teelöffelgroßen Menge aus. Beim Squirting jedoch sind es oft mehrere Milliliter Flüssigkeit. Auch die Konsistenz unterscheidet sich. Beim Squirting ist das abgesonderte Sekret dünnflüssig, klar und wässrig. Anders sieht es bei der weiblichen Ejakulation aus, denn dort ist die Flüssigkeit dicker und milchig.

Hier weitere Details:

  • Weibliche Ejakulation: Die Flüssigkeit stammt vorwiegend aus der Skene-Drüse und wird größtenteils während des Orgasmus ausgestoßen. Außerdem enthält sie nur wenige Mengen Urin.
  • Squirting: Dabei wird meist eine größere Menge Flüssigkeit ausgestoßen, die größere Anteile Urin enthält. Das intensive Erlebnis kann mit oder ohne Orgasmus genossen werden.

Auch wenn die Unterschiede nur gering zu sein scheinen, beweisen sie jedoch, dass es unterschiedliche Reaktionen des weiblichen Körpers sind. 

So bringt Ihr Eure Partnerin zum Ejakulieren

Möchtet Ihr gemeinsam dieses Erlebnis genießen, dann könnt Ihr verschiedene Techniken anwenden. Wichtig dabei sind die intensiven Stimulationen verschiedener erogener Zonen. Deswegen haben wir Euch die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

  • Ausgiebiges Vorspiel: Das Vorspiel dient dazu, sich zu entspannen, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und die Lust zu steigern. Streicheln, Küssen oder Liebkosungen können dazu beitragen, dass sich Eure Partnerin fallen lassen kann.
  • Stimulation des G-Punkts: Der G-Punkt liegt etwa 4–6 Zentimeter innerhalb der Vagina an der Vorderseite (Bauchseite). Stimulieren könnt Ihr diesen Punkt mit dem Finger oder einem geeigneten Sextoy. Denkt in diesem Falle aber an Gleitgel, damit das Sexspielzeug besser eingeführt werden kann. Unser RITEX PRO NATURE Gleitgel setzt auf 100 % natürliche Inhaltsstoffe und ist somit ein toller Begleiter für sexuelle Highlights.
  • Die passende Bewegung: Ob nun mit Toy oder den Fingern, wichtig ist, dass Ihr bei der Stimulation des G-Punkts eine „Komm her“-Bewegung macht. Ihr könnt mit der anderen Hand leicht gegen die Vorderwand der Vagina drücken, um eine intensivere Stimulation zu erzeugen. Variiert auch gerne mit Druck und Tempo. 

Möchtet Ihr Euer spritziges Erlebnis nicht nur beim Vorspiel erleben, dann kann die Missionarsstellung optimal für dieses Vorhaben sein. Legt Eurer Partnerin am besten noch ein Kissen unter den Po, um optimal an den G-Punkt zu gelangen. 

Tipps für das perfekte Squirting Erlebnis

Squirting kann auch ohne einen Orgasmus erfolgen. Die Basis für das Abspritzen bei Frauen ist in diesem Falle die intensive Erregung und Stimulation. Auch hier gilt, schafft bitte eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Außerdem braucht es Zeit, bis sich Eure Partnerin so weit entspannt, dass es zu Squirting kommen kann. Wir empfehlen Euch, schon beim Vorspiel mit der G-Punkt-Stimulation zu beginnen. Wenn Ihr dafür nicht die Finger verwenden wollt, wie oben beschrieben, dann kann das passende Sextoy weiterhelfen. Hilfreich kann es sein, wenn Ihr nicht nur den G-Punkt im Auge behaltet, sondern Euch gleichzeitig auch um andere erogene Zonen wie die Klitoris bemüht. 

Beim Squirting gibt es auch für Frauen einen Tipp. Bevor es zum „Abspritzen“ kommt, stellt sich meist ein intensives „Pipi“-Gefühl ein. An diesem Punkt brechen sehr viele Frauen ab. Wir empfehlen Euch, dieses Gefühl zuzulassen, dann klappt es bestimmt auch mit dem Squirten. 

Wie könnt Ihr sicherstellen, dass Ihr den Harndrang beim Squirten nicht verwechselt?

Eine Angst, die sehr viele Frauen haben, ist es, beim Geschlechtsverkehr ins Bett zu machen. Was ist, wenn es keine Squirting-Flüssigkeit, sondern Urin ist? Um Euch hier mehr Sicherheit zu bieten, könnt Ihr diese Tipps befolgen.

  • Blase vorher entleeren: Geht vor dem Sex einfach noch einmal auf die Toilette. So könnt Ihr sicher sein, dass Euer „Pipi“-Gefühl, wirklich kein Urin ist.
  • Lernt Euren Körper allein kennen: Wer die Bedenken einfach nicht über Bord werfen kann, der sollte das Squirten erst einmal allein ausprobieren. Lernt Euch und Euren Körper kennen.
  • Kommunikation: Sprecht offen mit Eurer Partnerin oder dem Partner über die Bedenken. Das kann helfen, Ängste abzubauen.
  • Die richtige Unterlage: Matratzenschoner können unter dem Bettlaken für Sicherheit sorgen. So kann keine Flüssigkeit durchdringen und es spielt keine Rolle, ob Ihr Urin oder die Flüssigkeiten der Lust verliert. 

Wir hoffen, wir konnten Euch mit unseren Tipps und Ratschlägen weiterhelfen und das Missverständnis zwischen weiblicher Ejakulation und Squirting aufklären. Solltet Ihr nun in die Probierphase überwechseln, dann denkt auch an das Gleitgel und vor allem an das Kondom, wenn es dann doch zum Sex kommt. Schaut auf unserer Seite vorbei und entdeckt die vielseitige Auswahl unserer RITEX Kondome.

Bildnachweis: Canva Pro

FAQ – Häufige Fragen zu weiblicher ejakulation und squirting 

Sind weibliche Ejakulation und Squirting dasselbe?

Nein. Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, handelt es sich um unterschiedliche körperliche Reaktionen. Sie unterscheiden sich unter anderem in der Flüssigkeitsmenge und Zusammensetzung.

Kann jede Frau ejakulieren oder squirten?

Nicht unbedingt. Jeder Körper ist anders. Manche Frauen erleben weibliche Ejakulation oder Squirting, andere nie – und beides ist vollkommen normal.

Wie unterscheidet sich die Flüssigkeit beim Squirting von der weiblichen Ejakulation?

Die Flüssigkeit der weiblichen Ejakulation ist meist milchiger und tritt in geringerer Menge aus. Beim Squirting wird häufig eine größere Menge einer eher klaren, wässrigen Flüssigkeit ausgestoßen.

Warum verspüren viele Frauen beim Squirting ein „Pipi-Gefühl“?

Vor dem Squirting entsteht oft ein Druckgefühl, das sich ähnlich wie Harndrang anfühlen kann. Deshalb brechen viele Frauen den Moment aus Unsicherheit ab.

Kann man Squirting gezielt lernen?

Es gibt keine Garantie. Entspannung, Vertrauen, Kommunikation und die richtige Stimulation können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, aber erzwingen lässt sich das Erlebnis nicht.

Muss ein Orgasmus stattfinden, damit Squirting möglich ist?

Nein. Squirting kann sowohl mit als auch ohne Orgasmus auftreten.

Wer seinen Körper versteht, kann ihn besser genießen.

 

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