Partnerschaft

Wie redet ihr über Fanatasien?

22. April 2026, von Jenny

Über Sex wird heute zwar offener gesprochen als früher, aber sobald es um sexuelle Fantasien geht, kippt die Stimmung bei vielen in Unsicherheit. Vielleicht geht es Euch ähnlich. Im Kopf sind bestimmte Vorstellungen aufregend und trotzdem bleibt beim Gedanken ans Aussprechen ein Kloß im Hals. 

Was, wenn es peinlich wird? Was, wenn die Partnerin oder der Partner denkt, Ihr seid „komisch“? Dabei ist genau das Gegenteil oft der Fall. Wenn Ihr Sexfantasien in einer Partnerschaft teilen könnt, ohne dass Druck entsteht, kann das Eure Verbindung stärken. Ihr lernt mehr über Euch selbst, über Eure Vorstellungen und darüber, was Euch beim Sex eigentlich wichtig ist. 

Damit Euch beim Gedanken an das nächste offene Gespräch nicht der Angstschweiß auf der Stirn steht, wollen wir Euch einige Tipps geben. 

Fantasien sind Kopfkino und nicht automatisch ein Plan

Fantasien sind Gedanken, Bilder oder kleine Szenen, die Euch anmachen können. Manche sind konkret und zeigen eine klare Situation, andere sind eher ein Gefühl oder eine Stimmung. 

Und genau diesen Punkt unterschätzen viele von uns. Nur weil Ihr eine Vorstellung in Eurem persönlichen Kopfkino habt, heißt das nicht, dass Ihr sie am Ende auch wirklich ausprobiert. Manchmal kann eine sexuelle Vorstellung aufregend, prickelnd und spannend sein, solange wir sie uns im Kopf zusammenbasteln. Doch in Real Life ist die Umsetzung dann oft nicht das Wahre.

Das Problem ist eher, was passiert, wenn Ihr sie aussprecht? Dann wird aus dem Kopfkino plötzlich Kommunikation. Und Kommunikation ist beim Sex leider oft der Teil, den niemand richtig gelernt hat.

Das Ranking der Sexfantasien

Was Sexfantasien sind und wie Ihr sie bewerten könnt, haben wir gerade besprochen. Kommen wir nun zu einem kleinen Ranking der heißesten Wünsche. Es geht hierbei nicht um eine konkrete Szene oder ein spezielles Rollenspiel, sondern viel mehr um Themen, die Euch anmachen.

  • Etwas Neues ausprobieren: Sex ist bei Euch eintönig geworden? Immer die gleiche Stellung, immer derselbe Ablauf. Wenn Ihr Euch da wiedererkennt, dann ist der Wunsch nach mehr Abwechslung doch vollkommen normal. Wie wäre es mit einem neuen Ort oder mit neuen Sexspielzeugen?
  • Mehrere Partner: Eine klassische Fantasie, die viele irgendwann einmal haben. Der Wunsch nach einem Dreier oder Gruppensex heißt nicht, dass aktiv beim Sex eingegriffen wird. Manchmal reicht auch das Zusehen schon aus, um die Vorstellung zu befriedigen.
  • Rollenspiele: Einfach mal in eine andere Rolle schlüpfen und den Sex auf eine andere Art erleben. Geht es um Rollenspiele, dann sind Klassiker wie der Sex mit der Krankenschwester oder dem Piloten immer noch reizvoll.
  • Einen Kink testen: Machtspiele, Analsex, BDSM oder andere Praktiken ziehen den Reiz immer noch auf sich. Habt auch Ihr eine solche Vorstellung und wollt einen bestimmten Kink ausprobieren? Dann seid Ihr mit im Sex-Ranking. 

Solltet Ihr in Zukunft eine dieser Sexfantasien ausprobieren und nicht nur im Kopf durchspielen, dann denkt bitte an Euren Schutz. Auch wenn die Situation gerade richtig heiß wird, ein Kondom solltet Ihr immer zur Hand haben. Die RITEX FEELING Variante überzeugt, da sie an die natürlich Penisform angepasst ist.

Warum fällt es Euch schwer, über die Sexfantasie zu sprechen

Wie oft habt Ihr bereits überlegt, eine erotische Vorstellung mit der Partnerin oder dem Partner zu teilen? Könnt Ihr die Versuche schon nicht mehr an einer Hand abzählen? Dann wird es an der Zeit, Euch zu erklären, warum Euch diese Kommunikation so schwerfällt.

  • Angst, ausgelacht zu werden: Viele von uns haben die unbegründete Angst, für ihre Wünsche ausgelacht zu werden oder als „schräg“ zu gelten. Dieses Bedenken kommt oft daher, dass wir denken, unser Gegenüber bewertet uns sofort. Dabei passiert in Beziehungen viel häufiger etwas anderes. Die meisten Menschen reagieren nicht mit Spott, sondern mit Neugier und Fragen. Und selbst wenn Eure Fantasie nicht geteilt wird, heißt das nicht, dass Ihr „seltsam“ seid.
  • Bedenken Eurem Schatz ein schlechtes Gefühl zu geben, ist nicht nötig. Auch von diesem Gefühl könnt Ihr Euch verabschieden. Diese Sorge ist verständlich, aber in einer festen Partnerschaft unnötig. Wenn Ihr klar macht, dass es bei Eurem Wunsch nicht um Kritik am Sex geht, sondern um Neugier auf Neues, wird wohl kaum ein schlechtes Gefühl auftauchen.
  • Ihr habt nie gelernt, über Sex zu sprechen: Viele von uns haben nie gelernt, offen über Sex zu sprechen, da es früher als peinlich galt. Mit dieser Einstellung haben wir gelernt zu schweigen und zu hoffen, dass die Partnerin oder der Partner schon merken wird, was man sich wünscht.

Warum es sich lohnt, Fantasien zu teilen

Bekommt Ihr Angst, wenn Ihr darüber nachdenkt, über Eure Wünsche beim Sex zu sprechen? Dieses Gefühl ist vollkommen normal. Jedoch kann es sich lohnen, über Vorstellungen und Kinks zu reden.

Wenn Ihr Eure Sexfantasien mit der Partnerin oder dem Partner teilt, könnt Ihr Euch näherkommen, weil Ihr über das, was Euch innerlich bewegt, sprecht.

Zusätzlich bringt eine offene Kommunikation Klarheit in Euer Liebesleben. Was meinen wir damit? Wer seine Vorstellungen offen kommuniziert, wird mehr Spaß am Sex haben, denn es passiert genau das, was Euch anmacht. Ihr merkt zusätzlich sehr schnell, was Euch beide anspricht und wo Ihr unterschiedlich tickt. 

Wie sprecht Ihr Eure Vorstellungen an?

Wann ist das perfekte Timing, um seine Wünsche zu offenbaren? Ist ein guter Moment vielleicht direkt beim Geschlechtsverkehr? Ja und Nein! Das kann funktionieren, aber es kann auch überfordern, da Ihr mitten im Liebesspiel seid. Im schlimmsten Fall kühlt die Leidenschaft auf den Gefrierpunkt herunter, weil Euer Schatz plötzlich nicht mehr weiß, was er tun soll.

Oft ist es leichter, wenn Ihr einen ruhigen Moment wählt. Auf dem Sofa, beim Spazieren oder nach dem Sex, wenn Ihr ohnehin gerade nah seid. Aber Achtung, wenn Ihr Euch für den Spaziergang entscheidet, dann passt auf, dass Euch keiner hören kann. Ansonsten kann es unangenehm werden, wenn Ihr gerade über Dildos, Gleitgel oder Ähnliches redet.

Wie geht Ihr nun aber dieses Thema an. Einfach mit der Sprache herausrücken? Das ist nicht zu empfehlen. Wir raten Euch, vorsichtig zu starten und nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Kommuniziert, dass Ihr über Sex sprechen wollt. Nehmt aber bitte sofort den Druck raus und gebt Eurem Gesprächspartner zu verstehen, dass es keine Kritik ist.

Es ist oft hilfreich, wenn Ihr zuerst das Gefühl beschreibt und erst danach die Idee deutlicher macht. Viele Vorstellungen werden verständlicher, wenn klar ist, was Euch daran reizt. 

Was, wenn die andere Person anders reagiert, als Ihr hofft?

Manche Menschen sind sofort neugierig, andere brauchen einen Moment. Gerade wenn Ihr bisher wenig über Sex und Fantasien oder Kinks gesprochen habt, kann ein neuer Gedanke erstmal beängstigend wirken. Es kann auch sein, dass Euer Gegenüber unsicher wird, weil nicht genau klar ist, was Ihr erwartet. 

Dann hilft es, ruhig zu bleiben und nachzufragen, statt zu deuten. Ihr könnt Euren Schatz beispielsweise fragen, was er an der Vorstellung so reizvoll findet. Wichtig ist, offen zueinander zu sein und alle Bedenken und Sorgen zu klären. Denn nur dann, kann eine Fantasie auch ausprobiert werden.

Was aber noch wichtiger ist. Sollte sich Eure Partnerin oder Euer Partner nicht wohlfühlen und den Wunsch ablehnen, dann seid fair und akzeptiert das Nein.

Bildnachweis: Canva Pro

FAQ – Häufige Fragen zu Sexfantasien in der Partnerschaft

Was sind Sexfantasien?

Sexfantasien sind gedankliche Vorstellungen oder innere Bilder, die mit Lust, Intimität oder Begehren verbunden sind. Sie entstehen im Kopf und müssen nichts mit dem tatsächlichen Verhalten im Alltag zu tun haben.

Warum fällt es vielen schwer, über Sexfantasien zu sprechen?

Viele Menschen haben Angst, bewertet oder ausgelacht zu werden. Dazu kommt, dass offene Gespräche über Sexualität oft nie richtig gelernt wurden. Scham und Unsicherheit spielen deshalb eine große Rolle.

Sind Sexfantasien gleichbedeutend mit dem Wunsch, sie umzusetzen?

Nein. Fantasien sind in erster Linie „Kopfkino“. Sie können erregend sein, ohne dass der Wunsch besteht, sie tatsächlich auszuleben.

Wie spreche ich das Thema am besten an?

Starte behutsam. Sprich zunächst darüber, dass du über eure Sexualität reden möchtest, und nimm sofort den Druck raus. Es hilft, erst das Gefühl hinter der Fantasie zu erklären, bevor du ins Detail gehst.

Muss ich jede Fantasie meines Partners oder meiner Partnerin akzeptieren?

Nein. Grenzen sind wichtig. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, darf und sollte das klar kommuniziert werden.

Welche Arten von Sexfantasien sind besonders häufig?

Viele Menschen fantasieren über Abwechslung im Sex, neue Orte, Rollenspiele, mehrere Partner oder das Ausprobieren eines bestimmten Kinks. Die Bandbreite ist jedoch sehr individuell.

Kopfkino ist einfach – darüber reden ist die eigentliche Kunst.

 

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