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Squirting - auch Frauen können beim Sex abspritzen

02. September 2025, von Natalie

Squirting ist eines dieser Sex-Themen, bei dem sich Faszination und Unsicherheit vermischen. Während in Pornos fast jede zweite Szene in einem spritzigen Orgasmus endet, sieht die Realität doch etwas anders aus. 

Solltet Ihr nicht wissen, wovon wir reden, erklären wir noch kurz, was Squirting ist. Es handelt sich hierbei um die weibliche Ejakulation. Kurz vor oder während des Höhepunkts tritt beim Squirting eine meist klare Flüssigkeit aus der Harnröhre aus. Die Flüssigkeit stammt aus der Blase und aus der Paraurethraldrüse, die auch als weibliche Prostata bekannt ist.

Da es gerade in diesem Bereich viele Fragen gibt und sich auch etliche Mythen einschleichen, wollen wir das Thema noch einmal beleuchten.

Was passiert beim Squirting im Körper?

Beim Squirting geht es um die Freisetzung einer größtenteils klaren Flüssigkeit. Diese stammt zwar aus der Harnröhre, ist jedoch kein Urin. Das Austreten dieser Flüssigkeit erfolgt bei intensiver Stimulation des G-Punkts, wodurch die paraurethralen Drüsen (Sekret-Drüsen) angeregt werden. Auch durch Druck auf die Vorderwand der Vagina können die Drüsen angeregt werden. Diese ähneln anatomisch und funktionell der männlichen Prostata. Squirten in Kombination mit einem Höhepunkt wird deswegen auch „feuchter Orgasmus“ genannt.

Wer die Sekret-Drüsen sucht, wird sie nicht so einfach finden, denn sie liegen zwischen Vagina und Harnröhre und sind dort eng mit dem G-Punkt verbunden. Physiologisch betrachtet ist Squirting ein Zusammenspiel zwischen Drüsenaktivität, Muskelkontraktionen und neurologischer Erregung. 

Mythen und Vorurteile - wir klären auf

Jede Frau kann squirten, man muss es nur richtig machen! Diese Aussage kann man im Netz recht häufig lesen. Dabei handelt es sich vor allem um einen Mythos. Und davon gibt es noch weit mehr. Damit Ihr Euch demnächst nicht zu sehr unter Druck setzt, wenn Ihr das Squirting ausprobieren wollt, klären wir die drei größten Mythen auf.

Mythos 1: Jede Frau kann squirten: Das stimmt nur teilweise. Erfahrungen zeigen, dass nicht alle Frauen physiologisch dazu in der Lage sind, abzuspritzen. Und selbst bei denen, die es von der Theorie aus können, bedarf es zahlreicher Bedingungen, damit es wirklich klappt. Vertrauen, Entspannung und die optimale Stimulation sind erforderlich.

Mythos 2: Squirting = Orgasmus: Squirting und der Höhepunkt treten oft gemeinsam auf. Jedoch ist das keine Garantie für das andere. Es kann dazu kommen, dass die Partnerin abspritzt, ohne einen Orgasmus zu haben. Es geht natürlich auch andersherum.

Mythos 3: Squirting-Flüssigkeit ist Urin: Leider ist das eine der hartnäckigsten Mythen, von der vor allem zahlreiche Frauen verunsichert werden. Viele Frauen berichten davon, dass sie vor dem Abspritzen das Gefühl haben, urinieren zu müssen. Ein normales Körperempfinden, was jedoch nicht darauf schließen lässt, dass es sich beim Ejakulat um Urin handelt.

Praktische Tipps für Euer Squirting-Erlebnis

Wir behandeln das Thema Squirting nicht das erste Mal. Wollt Ihr mehr über die Grundlagen erfahren, dann schaut Euch gerne unseren Artikel „Squirting – so funktioniert die weibliche Ejakulation“ dazu an. Damit Euch das Squirting leichter fällt, wollen wir einige praktische Tipps geben. Diese sind speziell an Frauen gerichtet. Denn oftmals fällt das erste Squirting leichter, wenn man selbst Hand anlegt. Denkt aber immer daran, Squirting ist kein Wettbewerb. Die oberste Regel ist also, entspannt Euch. 

  • Tipp 1: Entspannung ist das A und O: Bevor Ihr überhaupt daran denkt „es zu tun“, dürft Ihr ankommen und Euch entspannen. Squirting ist ein körperlicher und emotionaler Prozess. Das Nervensystem spielt also eine zentrale Rolle. Fühlt Ihr Euch gestört oder verspannt Ihr Euch, kann Euer Körper nicht loslassen, wodurch vermutlich das Squirting ausbleibt. Sucht Euch also eine entspannte Umgebung.
  • Tipp 2: Euer Körper kennt den Weg: Macht Euch unbedingt bewusst, dass es nicht darum geht, etwas zu „erreichen“. Sondern es geht um das Erleben. Genießt Eure eigenen Berührungen, ohne Euch unter Druck zu setzen. Auch wenn Ihr nicht abspritzen könnt, ist das kein Weltuntergang. Dann klappt es eventuell beim nächsten Mal. Und noch ein kleiner Tipp: Wenn sich Harndrang meldet, dann nicht bremsen. Denn der Impuls vor dem Squirting wird manchmal mit dem Harndrang verwechselt.
  • Tipp 3: Der G-Punkt ist Euer Freund: Der G-Punkt ist Euer bester Freund, aber nicht Euer Boss. Dieser spezielle Punkt kann Euch beim Squirting unterstützen. Um den G-Punkt zu finden, könnt Ihr Euren Zeigefinger zwei bis fünf Zentimeter in die Vagina einführen. Krümmt den Finger Richtung Bauchdecke. Nun könnt Ihr eine „komm-her-Bewegung“ machen. Kleiner Hinweis, mit Gleitgel geht das Einführen einfacher. 

Um das Squirting aufzubauen, ist es wichtig, Pausen zu machen. Ihr müsst Euch nicht permanent reizen. Denn dadurch entsteht nicht nur Druck, sondern die Dauerstimulation kann unangenehm werden. Zeit und Entspannung sind beim Squirting das A und O.

Kann man das Squirten trainieren?

Nicht jede Frau schafft es zu squirten. Wer es trotzdem gerne erleben möchte, kann mit verschiedenen Übungen zumindest die Wahrscheinlichkeit auf einen feuchten Orgasmus erhöhen. Eine Übung möchten wir Euch näherbringen.

Dazu solltet Ihr Euch auf den Rücken legen und den Mittel- sowie Ringfinder in die Vagina einführen. Mit beiden Fingern drückt Ihr nun gegen die obere Scheidenwand. Mit Eurem Daumen stimuliert Ihr nun zusätzlich Eure Klitoris. Probiert es aus und seht selbst, was passiert. Wichtig ist, dass Ihr Euch nicht unter Druck setzt und Euch unbeobachtet fühlt. 

Stellungstipps für Euer Squirting-Erlebnis

Gibt es eigentlich eine Stellung, mit der Ihr den feuchten Orgasmus begünstigen könnt? Die gibt es, aber auch hier ist keine Garantie gegeben, dass Ihr wirklich zum Abspritzen kommt. Trotzdem möchten wir Euch die Stellungen nicht vorenthalten, eventuell funktioniert es bei Euch.

  1. Reiterstellung: Ihr sitzt auf Eurem Partner oder auf Eurer Partnerin, wenn diese einen Strap-on trägt. Beugt Euren Oberkörper leicht zurück. Dadurch gelangt der Penis an die vordere Scheidenwand, wodurch eine passende Stimulation erfolgt. Bei Bedarf könnt Ihr zeitgleich die Klitoris streicheln oder mit einem Vibrator verwöhnen.
  2. Wiener Auster: Dafür legt Ihr Euch auf den Rücken und Euer Partner oder auch die Partnerin, wenn sie das passende Sextoy hat, kann sich auf Euch legen. Ähnlich wie Ihr das aus der Missionarsstellung kennt. Nun zieht Ihr jedoch die Beine an und legt sie auf die Schultern Eurer Liebsten oder Eures Liebsten.

Mit diesen beiden Stellungen könnt Ihr die Wahrscheinlichkeit eines feuchten Orgasmus erhöhen. Vermutlich habt Ihr gerade das Ziel „Squirting“ vor Augen. Bevor Ihr jetzt aber ins Bett hüpft, denkt an das Kondom. Dieses sollte vor dem Eindringen in die Vagina übergezogen werden. Denn es ist nicht auszuschließen, dass Euer Partner ebenfalls einen Höhepunkt erreicht, während er Euch zum Abspritzen bringt. Und selbst wenn nicht, wollt Ihr Euch nicht nur vor ungeplanten Schwangerschaften schützen, sondern auch sexuell übertragbare Krankheiten sind nicht willkommen. Mit den Ritex EXTRA DÜNN Kondomen bleibt es gefühlsecht.

Abschließend wollen wir Euch noch einen weiteren Tipp geben. Wer allein ist, muss auf dieses intensive Gefühl, sofern Ihr zum Squirten kommt, nicht verzichten. Mit einem Toy ist die Solo-Nummer gesichert. Es gibt spezielle G-Punkt-Vibratoren, die eine optimale Stimulation ermöglichen. Denkt jedoch im Optimalfall auch an das Gleitgel. Damit wird das Einführen des Toys erleichtert. 

Bildnachweis: Canva Pro

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