- Muss guter Sex immer spontan sein?
Nein. Spontaner Sex kann schön sein, aber auch geplante Intimität kann erfüllend sein. Gerade im stressigen Alltag hilft es vielen Paaren, sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen.
- Ist Sex nur gut, wenn alles perfekt läuft?
Nein. Kleine peinliche Momente, Unsicherheiten oder Missgeschicke gehören ganz normal dazu. Guter Sex muss nicht perfekt aussehen, sondern sich für beide gut anfühlen.
- Bedeutet längerer Sex automatisch besserer Sex?
Nein. Die Dauer sagt wenig darüber aus, wie intensiv oder schön Sex empfunden wird. Auch kurze intime Momente können sehr erfüllend sein.
- Muss man alles ausprobieren, um offen zu sein?
Nein. Offenheit bedeutet nicht, jede Praktik ausprobieren zu müssen. Eigene Grenzen zu kennen und zu respektieren ist wichtig.
- Gehört ein Orgasmus immer dazu?
Nein. Ein Orgasmus kann schön sein, ist aber kein Muss. Nähe, Vertrauen und gemeinsame Intimität sind genauso wichtig.
Was guter Sex nicht ist
Rund um das Thema Sex gibt es unzählige Mythen, die vielleicht auch Ihr schon gehört habt. Manche davon halten sich schon ewig. Genau aus diesem Grund möchten wir heute mit den meisten Mythen aufräumen und haben uns überlegt, einfach einmal zu hinterfragen. Denn wir wollten wissen, „Was guter Sex nicht ist.“.
Muss guter Sex wirklich immer perfekt ablaufen? Ist etwas falsch, wenn Ihr nervös seid oder nicht ständig Lust habt? Und woran merkt man überhaupt, ob Sex gut ist? Wenn auch Ihr Euch diese Fragen stellt, dann seid Ihr heute bei uns genau richtig.
Spontan: Die Sex Mythen rund um den Ablauf
Diesen Gedanken liest man ziemlich oft. Sex soll einfach passieren, am besten ganz plötzlich und ohne viel Nachdenken. Und am besten noch an einem Ort, der nicht klassisch nach Schlafzimmer aussieht. In der Dusche vielleicht oder in der Sauna. Genau darum drehen sich viele Aussagen im Internet. Spontanität ist der Schlüssel zu gutem Sex.
Jedoch entsteht nicht jeder schöne und innige Moment immer spontan. Gerade wenn Ihr gestresst seid, wenn der Alltag voll ist oder wenn Ihr Euch erst einmal besser kennenlernen wollt, kann es sogar helfen, sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen. Das macht Sex nicht schlechter. Für viele entsteht Lust sogar erst dann, wenn Ruhe da ist und nicht alles schnell gehen muss.
Guter Sex ist also nicht nur dann perfekt, wenn er plötzlich passiert. Manchmal ist er gerade deshalb schön, weil beide sich bewusst darauf einlassen und sich Zeit nehmen.
Was guter Sex nicht ist:
- Guter Sex ist nicht immer perfekt.
- Nicht jeder braucht einen Orgasmus.
- Der Höhepunkt zusammen beschreibt nicht immer guten Sex.
- Zwangsweise laut, hemmungslos und lang.
Unser Tipp für Euch: Lasst Euch von den Vorstellungen nicht stressen. Sich ein Sexdate mit der Partnerin oder dem Partner einzuplanen, kann seinen Reiz haben.
Guter Sex MUSS perfekt SEIN
Guter Sex läuft immer perfekt ab. Auch dieser Mythos taucht ständig auf. Wenn zwei Menschen wirklich zueinander passen, soll im Bett alles wie von selbst laufen. Ohne Reden, ohne Unsicherheit und am besten ohne peinliche Momente. In Wirklichkeit sieht das aber oft ganz anders aus. Da klemmt mal der Hosenknopf, der BH will nicht aufgehen oder das Kondom überrollen funktioniert nicht sofort.
Spätestens bei solchen harmlosen Patzern, bricht für viele von Euch die Welt gefühlt zusammen. Denn Sex kann ja nur gut sein, wenn alles reibungslos abläuft. Vertraut uns, wenn wir Euch sagen, dass dieser Mythos totaler Blödsinn ist. Sex ist nicht immer geschniegelt. Vielleicht seid Ihr nervös oder es klappt etwas nicht sofort. Eventuell müsst Ihr über die „Problemchen“ auch einfach lachen.
Das ist vollkommen normal und menschlich. Schwierig wird es oft erst dann, wenn Ihr glaubt, jeder Moment müsse perfekt sein, weil Mythen Euch genau das denken lassen wollen. Dann achtet man plötzlich mehr darauf, wie etwas wirkt, statt darauf, wie es sich anfühlt. Guter Sex muss nicht aussehen wie im Film. Er darf auch mal unbeholfen sein.
Hier ein paar Beispiele aus dem sexuellen Alltag:
- Spontan heißt nicht automatisch perfekt: Sex im Auto klingt in der Vorstellung oft aufregend und leidenschaftlich. In der Realität kann es aber schnell eng, unbeholfen oder einfach peinlich werden. Vielleicht sitzt man plötzlich auf der Hupe, mitten im Wald, und versucht die Situation mit einem flapsigen Spruch wie „Ich habe nur die Rehe geweckt“ noch irgendwie zu retten. Das macht es meistens eher noch unangenehmer, aber eben auch menschlich.
- Nicht jeder sexy Moment sieht auch sexy aus: Auch spontane Situationen unter der Dusche oder in einem kleinen Badezimmer wirken in Gedanken oft viel lässiger, als sie tatsächlich sind. Dann rutscht jemand fast weg, stößt sich den Ellenbogen oder muss plötzlich lachen, weil einfach gar nichts elegant aussieht. Das ist kein Zeichen dafür, dass der Moment schlecht war. Es zeigt nur, dass echte Nähe oft weniger perfekt und dafür viel echter ist.
Orgasmus Mythen: Jeder muss einen Orgasmus haben
Die perfekte Liebschaft endet immer mit einem Orgasmus. Dieser Gedanke hält sich leider bis heute hartnäckig. Oft wird so getan, als wäre ein Orgasmus der Beweis dafür, dass der Geschlechtsverkehr wirklich gut war. Bleibt der Höhepunkt jedoch aus, denken viele von Euch sofort, dass sie schlecht im Bett waren oder der Sex einfach nicht gut genug war. Und auch das ist einfach falsch.
Natürlich kann ein Orgasmus schön sein, jedoch ist er nicht der ultimative Beweis für ein fantastisches Schäferstündchen. Sex kann sich auch dann gut anfühlen, wenn der Höhepunkt ausbleibt. Nähe, Lust, Berührungen und Vertrauen sind ja nicht plötzlich weniger wert, nur weil am Ende kein Orgasmus da war.
Gerade dieser Mythos macht vielen von Euch unnötig Druck. Plötzlich geht es im Bett nicht mehr um die Zweisamkeit, sondern um Leistung.
Warum ein Orgasmus ausbleiben kann:
- Hormonelle Schwankungen
- Stress im Alltag
- Gedankenkarussell
- Mangelnde Stimulation
- Medikamenteneinfluss
Wir müssen zusammen zum Höhepunkt kommen
Wenn es um die Höhepunkte geht, gibt es noch einen Mythos, der sich hartnäckig hält, und schuld daran ist unter anderem die Pornoindustrie. Die Rede ist davon, dass beide gleichzeitig kommen müssen. Das klingt vielleicht besonders romantisch, ist aber kein Maßstab für guten Sex.
Jeder von uns empfindet Lust unterschiedlich. Was sich für die Partnerin oder den Partner in einem Moment richtig gut anfühlt, passt für Euch in dem Moment vielleicht gar nicht.
Sobald Ihr Euch an der Vorstellung, dass Ihr gemeinsam den Orgasmus erleben müsst, festhaltet, entsteht schnell Leistungsdruck. Und der wiederum kann ein echter Stimmungskiller sein.
Guter Sex muss lange dauern
In der Welt der Mythen ist auch das hier immer wieder ein Thema. Je länger der Sex dauert, desto besser soll er sein. Ein Quickie geht also demnach gar nicht, denn der ist bekanntlich viel zu kurz - dafür aber wenigstens spontan.
Das Schäferstündchen ist kein Marathon und auch kein Ausdauerlauf. Die Dauer allein sagt wenig darüber aus, wie schön sich etwas anfühlt. Ein kurzer Moment kann intensiv, nah und schön sein. Genauso kann sich etwas, das lange dauert, auch einfach nur ziehen und unangenehm wirken.
Es geht also nicht darum, auf die Uhr zu schauen und möglichst lange auszuhalten. Viel wichtiger ist, wie Ihr Euch dabei fühlt. Wenn Ihr Euch wohlfühlt und aufeinander achtet, braucht es keine feste Dauer, um Spaß zu haben.
Wir haben noch einen Fun-Fakt für Euch: Forscher aus den USA und Kanada haben bei einer Umfrage herausgefunden, dass ein Liebesspiel maximal 13 Minuten dauern sollte. Ihr könnt also die 30 Minuten-Performance beruhigt vergessen, denn was guter Sex nicht ist, ist Ewigkeiten lang.
Laut, wild und hemmungslos – erst dann ist es wirklich gut
Ein gutes Liebesspiel ist immer laut, wild und hemmungslos. Gerade im Internet werden oft extreme Erotik-Szenen gezeigt. Alles wirkt besonders intensiv, laut und hemmungslos. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, ruhiger oder zärtlicher Sex sei automatisch langweilig. Aufgrund solcher Szenen und Aussagen versuchen viele von Euch in eine Rolle zu schlüpfen und vergessen dabei ihre eigenen Fantasien und Wünsche.
Jeder von uns ist anders, der eine ist lauter, der andere leiser und das ist gut so. Manche mögen es verspielt, andere sanft, wieder andere brauchen erst einmal Vertrauen und Nähe. Die nächsten mögen es hart und schnell. Es gibt keinen Stil, der automatisch besser ist. Unser Ratschlag für Euch, lasst Euch einfach fallen.
Wer offen ist, muss alles ausprobieren
Vor allem junge Menschen stoßen online schnell auf die Vorstellung, man müsse besonders experimentierfreudig sein. Sexpraktiken gibt es ja genug. Von Analsex bis BDSM ist nahezu für jeden Geschmack was dabei. Hier kommt schnell der Mythos auf, dass Ihr möglichst viel ausprobieren müsst. Denn kein Mensch steht auf den Standard. Und auch das ist so nicht korrekt.
Offen zu sein heißt nicht, alles mitzumachen. Ihr müsst nichts ausprobieren, nur weil andere darüber reden oder weil etwas im Internet als normal dargestellt wird. Grenzen zu haben, ist nichts Peinliches, sondern es ist genau das Gegenteil. Es ist wichtig zu wissen, was Ihr möchtet und was nicht.
Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, reicht das völlig als Grund aus. Ihr müsst Euch dafür nicht rechtfertigen oder Euch überreden lassen genau diese Praktik auszuprobieren. Guter Sex entsteht nicht daraus, dass Ihr über Eure eigenen Grenzen hinweggeht.
Worauf kommt es nun beim Sex an?
Wenn man sich diese Mythen einmal genauer anschaut, wird ziemlich schnell klar, worauf es beim Sex eher ankommt. Nicht auf Leistung, Perfektion oder Dauer.
Viel wichtiger für die nächste Zweisamkeit ist, dass Ihr Euch wohlfühlt. Dass Ihr ehrlich zueinander sein könnt und die Grenzen der Partnerin oder des Partners respektiert. Dass Ihr Nein sagen könnt, wenn Euch etwas nicht passt. Guter Sex lebt nicht davon, dass alles perfekt aussieht. Er lebt davon, dass beide ihn wirklich wollen und sich fallen lassen können. Und bitte nicht vergessen: Guter Sex ist Safer Sex, schützt Euch gegenseitig, indem Ihr ein Kondom benutzt. Mit dem RITEX MIX habt Ihr eine Auswahl an vier unterschiedlichen Kondomen. Da ist für jede Situation das passende Verhüterli dabei.
Woran erkennt Ihr guten Sex?
- Ihr vertraut Euch.
- Ihr respektiert Grenzen.
- Ihr fühlt Euch wohl miteinander.
- Ihr könnt Euch fallen lassen.
- Ihr sprecht über Wünsche und Bedürfnisse.
Wir hoffen wir konnten einige bekannten Mythen aufklären und Euch ein Gefühl dafür geben, was Sex eben nicht ist.
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