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11.10.2018

70 Jahre Kondom-Expertise

Ritex feiert Jubiläum

Bielefeld – Der Bielefelder Kondomhersteller kann ab diesem Jahr auf stolze 70 Jahre Erfahrung in der Herstellung und Vermarktung von Kondomen zurückblicken. Das Unternehmen wird in dritter Generation noch immer vollständig von der Inhaberfamilie geführt und sieht sich auch für die Zukunft gut gerüstet.

Wie viele junge Menschen in Nachkriegsdeutschland stand der damals 22-jährige Hans Richter vor dem Nichts und musste Wege finden, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er entschied sich für den Tauschhandel mit Dingen des täglichen Bedarfs: Kaffee, Tee und Zigaretten waren die absoluten "Highlights" und vor der Währungsreform so gut wie Bargeld. Hans Richter handelte jedoch auch noch mit einem weiteren Produkt, welches damals einen hohen Tauschwert besaß, stellte es doch die einzige gängige Methode zur Verhütung von Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten dar: Mit Kondomen.

Kondome sollen es sein

Im Juli 1948 fasste Hans Richter den mutigen Entschluss, alles auf die Herstellung und den Vertrieb von Kondomen zu setzen. Während in den ersten Jahren die Kondomproduktion noch weitgehend von manuellen und halbautomatischen Prozessen geprägt war, investierte er gemeinsam mit ande-ren Pionieren in den späten 50er Jahren in die maschinelle Serienproduktion von Kondomen im Tauchverfahren auf Endlosketten, welche auch heutzutage noch immer als Standardverfahren für die Kondomproduktion gilt.

Fehlende Akzeptanz und die Anti-Baby-Pille

Die folgenden Jahrzehnte stellten sich jedoch für die deutschen Produzenten von Kondomen als große Belastungsprobe heraus. Einerseits fehlte es an Akzeptanz seitens der öffentlichen Wahrnehmung, sodass der Verkauf von Kondomen immer wieder gerichtlich verboten oder zumindest eingeschränkt wurde. Andererseits befand sich seit Mitte der 60er Jahre die Anti-Baby-Pille auf dem Markt und verdrängte das Kondom als Schwangerschaftsverhütungsmittel schnell auf den zweiten Platz. Eine nur oberflächliche staatliche Überwachung von Kondomen führte zudem dazu, dass sehr billige Ware aus Fernost den deutschen Markt überschwemmte, sodass infolge von anschließenden, ruinösen Preiskämpfen ein Großteil der deutschen Kondomproduzenten aufgeben musste.

Ritex investiert am Standort Bielefeld

Ritex überstand jedoch diese schwere Zeit und schaffte den Sprung in die "Moderne", in der Kondome als sichere und hochverträgliche Methode zur Verhütung ungewollter Schwangerschaften und von auf sexuellem Weg übertragbaren Infektionen nicht mehr wegzudenken sind. Entgegen dem weltweiten Trend, die Herstellung von Kondomen in Billiglohnländer nach Fernost zu verlagern, investierte Ritex Mitte der 90er Jahre erneut in eine top-moderne Kondomproduktion Made in Germany.

Hohe Ansprüche an das Produkt und die ökologischen und sozialen Standards 

Heute wird Ritex von Hans-Roland und Robert Richter in zweiter bzw. dritter Generation geführt und ist stolz darauf, eine der weltweit modernsten Kondomproduktionsanlagen zu besitzen. Das Produktsortiment wurde um Gleitmittel und Schutzhüllen für medizinische Sonden ergänzt und wird derzeit in 20 Ländern weltweit vertrieben. "Wir erleben, dass "Made in Germany" heutzutage nicht mehr nur mit hervorragender Produktqualität verbunden wird, sondern dass auch unsere hohen ökologischen und sozialen Standards weltweit eine immer größere Rolle für die Kaufentscheidung unserer Produkte einnehmen. Wir freuen uns, dass wir bei Ritex diese Werte in vollem Umfang nicht nur bewerben, sondern auch leben können", so Robert Richter, Geschäftsführer von Ritex. Ritex plant im kommenden Jahr weitere Investitionen in Mitarbeiter und Infrastruktur und sieht sich sehr gut gerüstet, um die Kondomproduktion "Made in Germany" auch in Zukunft erfolgreich vom Standort Bielefeld aus führen zu können.

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